bathysphäre

20. August 2006

haledum

die lösung liegt ferner oder der tag ein halbsichtbares aufeinandertreffen einander fremd bleibender gestalten wir treffen uns auf einem abgeernteten stück land und führen nicht mehr auf als einen tanz einen abstoßenden tanz bilden die projektionsflächen für wandlungsfähige wünsche sind die staffage wiederkehrender träume und haben dahinter doch nur eigene wünsche und träume verborgen im kehligen laut des dunstes bleiben wir einander hohl wie tiere und leisten einander kaum widerstand so schlagen wir zelte auf so lassen wir den motor aufheulen so streifen wir aneinander vorbei in langen reihen und von attraktion zu attraktion getrieben schon von der morgigen tat also der morgige tag liegt ferner als ein gedanke ist übersungen oder ist ein unbestimmbares gefühl langeweile dem niemand zeit gibt das nichts das sich in diesem himmelüberspannten wartesaal auftürmt oder über den bergen sich darbietend das andere schauspiel das unvergleichbar nur andere berge bieten und kein luftaustausch noch regen zwischen den sphären nein richtungslos diese zeit das halbdurchsichtige aufeinandertreffen von schmetterlingen nein rauch in einem wirrwarr von zungenschlägen die vielfach durchbrochene schutzzone von szenen von sphären die einander durchdringenden leben und arme die schwer sind und beine die schwer sind und rücken einheitlich von ekel bedroht und nichts liegt ferner als eine tür nichts liegt ferner als ein austausch in diesem einsamen wollen da sind noch keine tage an denen wir fliegend über den stoppelfeldern die tage rückwärts zählen wir robben mit bäuchen mit unachtsamen brüsten auf feuchten böden wir kriechen mit freizügigen leibern auf einer beliebigen wiese und führen nicht mehr auf als das hin und her der nadeln beim zunähen der bäuche auf einer schiefen ebene die neigung der brüste ausgleichen im liegen die ewige zeremonie der körper beim marsch vor neue bühnen und die steine liegen unstet am boden des brunnens mit dem wein und dem kuchen und kleider wehen wenn die füße diametral wenn kein fortkommen in der bewegung und ein traum einander nur kurzer traum oder eine sorge das große entgegenkommen von belanglosen bildern seien die kleider verlassen wie achtlose gefährten auf einer endlichen reise und das dahinter die nach außen weisenden handflächen weitläufig wie ein feld wie ein gefängnis der tag ein unentrinnbares geflecht aus fäden aus salutierbaren fahnen aus gänsehäuten wie lebern und wir ertränken uns im fluß und wir schneiden ein stück aus unseren köpfen mit flaschen unsere hälse die in scherben liegen so vorbereitet beginnt die nacht und in der dämmerung ach scheinen die lichter zu tanzen