bathysphäre

27. Juni 2007

1 friedhofstor 1 geräusch & fledermäuse die in 1 kleinen kapelle leben meiden uns / so reden wir lange & vergeblich zwischenaushebung statistische wahrscheinlichkeiten errechnend dh ameisen & amsel auf zedernstrauchspitze wir beobachten einander wie wir uns nahe kommen / 1 talgkerze entzünden auf 1 kinn mit 1 schüchternen kuss & muss es begrüßt werden angst zu entkommen springt 1 fink / sich nähernde sirenen auf 1 straße 1 hund in irgendeiner nachbarschaft di hinter mauern in diesem fall unkenntlich / ausgrabungsarbeiten meiner hand sie kommt zum vorschein wie aus einer wolke & nimmst du zum anlass & nimmst du dein bein um meine hüfte nimmt irgendwer juhemine / dazu juckt 1 haut von ameisen & auch 1 amsel beginnt langsam zu nerven / die nacht wird milder werden wird mild & die wolken reißen mild auf über dem milbenanbaugebiet am rand der stadt trotzdem / kaum 1 stern kaum 1 sternbild & kein zwischenstand & du willst nichts wissen von lichtverschmutzung oder und hautkrebsrisko durch uv du strahlst mich an die haut auf deinem bauch / schimmert bronze flüssig unter 1 t-shirt unternehmungslustig & warum nicht 1mal reden & auf 1 fledermaus 1stimmen / als sich schritte nähern 1 mensch aufwachen aus 1 umarmung dh von mir etwas losreißen & wieder klar sehen 1 friedhofswärter auf 1 rundgang & bringt 1 sense in den geräteschuppen di vor der mauer am nächsten & am rand der zwischenabteilung 1 schwere hölzerne tür die sich öffnet die sich schließt / betrunkene irgendwo anwohner weckend disharmonisch gestimmte flaschen in diesem fall unkenntlich / ausgrabstein neben dem weg 1 weichen vor uns 1 auf verschlungenen pfaden gehen & ich ziehe dich hinter mir her durch das treppenhaus ziehe ich dich 2te haut / durch das friedhofstor ziehe ich dich und durch was schwer ins schloß fällt so heißt es blickt man zurück im iran wurde 1 neuer präsident gewählt

1 sonar:

Blogger otis sagt ...

das friedhofstor kreischt und schreit, als würde es ums leben gehen, und die fledermäuse, die in der kleinen kapelle leben, meiden uns. so reden wir lange vergeblich zwischen den gräbern, und nur die ameisen und die amsel, die auf dem zedernstrauch wippt, sehen, wie nahe wir uns dabei kommen. ich enzünde die talgkerze auf meinem kinn mit einem schüchternen kuss und begrüße es, für einen moment meiner angst zu entkommen. da nähern sich sirenen, und ein hund kläfft in irgendeiner nachbarschaft hinter den mauern. aber warum du meine hand nimmst und dein bein um meine hüfte schlägst - ich weiss es nicht. dazu juckt meine haut von den ameisen und auch die amsel beginnt langsam zu nerven. die nacht wird mild werden, und die wolken reißen auf über dem neubaugebiet. trotzdem ist kaum ein stern zu sehen. und du willst nichts wissen von lichtverschmutzung oder vom hautkrebsrisko durch sonnenbaden. die haut auf deinem bauch schimmert wie flüssige bronze. und warum möchtest du nicht reden und auf fledermäuse warten. als sich schritte nähern, wache ich aus deiner umarmung auf, von mir losreißen muss ich dich gar nicht, um endlich wieder klar zu sehen. der friedhofswärter auf seinem rundgang bringt eine sense in den geräteschuppen, die schwere hölzerne tür, die sich öffnet, die sich wieder schließt. haare, die in flammen stehen, betrunkene, die irgendwo anwohner wecken mit einem konzert aus disharmonisch gestimmten flaschen. die grabsteine weichen vor uns zurück, auf verschlungenen pfaden gehen wir, und ich ziehe dich hinter mir her wie eine leiche, durch das friedhofstor, das schwer ins schloß fällt. im iran wurde ein neuer präsident gewählt.

28. Juni 2007 um 16:25  

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