bathysphäre

26. September 2007

du liegst auf dem tisch du lachst wie eine katze wie eine kerzenflamme und ich weiss nicht recht wie ich mir ein ende eines lebens vorstellen soll wie es sein kann dass ich meine hand nicht mehr ausstrecke nach dir alles was in mir widerhallt wie in einem gebirge ist ein wortloses erstaunen in mir vor dem abschluss des wachsens wenn ich an dem großen abgrund stehe und ein letztes mal über mein leben nicke wie ein vater über eine dummheit und dann abrutsche und städte und länder und sämtliche flüsse der welt mit mir reiße wie lose bänder dass es schwarz wird und nicht mehr reflektiert ich weiss nicht wie viele jahre mich meine organe noch vorbereiten müssen einmal ins stottern gekommen im jahr einmal an den steinen zu sitzen und sie nach und nach in die dämmerung über mir aufspannen wie sonnenschirm wenn sie sich hinter floskeln und versprechen verstecken die buchstaben die am ende der wörter umherwirbeln und alles entstellen was ich eben noch verstand was eben noch sinn machte alles was ich noch vollbringen wollte als die zeit hinter mir schon in der schlage stand und mich antippte an der schulter und ich stehe an der kasse und kann mich nicht denken die würfel die wirbel die in meinem haar die in meinem rücken entstehen seit ich denken kann dass ich mir wie ein verb vorkomme das einmal stark war und auf dem zettel der geknickt vor mir auf dem tisch liegt stand eben noch mein halber name wenn auch schwer zu entziffern wegen der drehung die wir tag für tag vollziehen hier lassen wir manches zurück was uns das dasein unerträglich macht das mit den menschen zu tun hat die wir einst liebten die winzigen boote deren steuer nicht in unserer gewalt lag und die so klein waren weil sie so fern von uns im wasser trieben und ein kleines klima beeinflussten und eine kleine strömung sie forttrieb während die straßenlaternen zwischen häusern und bäumen ihr weiss-blaues licht streuten wie ein haltloses regen und die motten sich darunter zu tode erschöpften wenn sich der kopf eines tages wenden wird und alles hinter dem fensterrahmen zurückbleibt was wir erinnern wollten und auch wir uns in trance tanzen unter irgendwelchen vordächern eine gegenbewegung die uns ausmacht die uns mit hand und herz formt mit stumpf und stil straßen dahin ein auto führt mehr kann ich nicht sagen mehr wage ich nicht mehr auszuschreiten gegen die engen grenzen in denen ich lebe und mich frei fühle in dieser nacht freier als auf eine antwort zu warten oder zu sagen tu dies oder jenes für mich es auszuhauchen über den dünnen stoff der haut und die feinen haarfolikel die an der seite der wange wachsen die an der seite des halses wachsen sich waghalsig daran emporarbeiten bis sie dich verstehen in die küche wo es diese messer gibt vor denen es mir graut da riecht es nach gas und nach essen und nach antwort die ich nicht mehr höre dabei wollen mir die worte inzwischen so leicht über die lippen dieser dein lufthauch in dem alles erzittert und die worte weißt du es nicht sie reiben mir nach und nach die kehle wund wenn du mich nicht hörst

1 sonar:

Blogger otis sagt ...

du liegst auf dem tisch du lachst wie eine kerzenflamme lacht und ich weiss nicht recht wie ich mir ein ende eines lebens vorstellen soll wie es sein kann dass ich meine hand nicht mehr ausstrecke nach dir alles was in mir widerhallt wie in einem gebirge ist ein wortloses erstaunen vor dem abschluss des wachsens wenn ich an dem großen abgrund stehe und ein letztes mal über meinem leben nicke und dann abrutsche und städte und länder und sämtliche flüsse mit mir reiße wie lose bänder ich weiss nicht wie viele jahre mich meine organe noch vorbereiten müssen einmal ins stottern gekommen im jahr einmal an den steinen sitzen und sie nach und nach in die dämmerung über mir aufspannen wie einen sonnenschirm wenn sie sich hinter floskeln und versprechen verstecken wie buchstaben die am ende der wörter umherwirbeln und alles entstellen was ich eben noch verstehen konnte was eben noch sinn machte alles was ich noch vollbringen wollte als die zeit hinter mir schon in der schlage steht und mich antippt an der schulter aber ich stehe an der kasse und kann mich nicht denken die würfel die wirbel die in meinem haar die in meinem rücken entstehen seit ich denken kann dass ich mir wie ein verb vorkomme das einmal stark war und auf dem zettel der geknickt vor mir auf dem tisch liegt stand eben noch mein halber name wenn auch schwer zu entziffern wegen der drehung die wir tag für tag vollziehen hier lassen wir manches zurück was uns das dasein unerträglich macht das mit den menschen zu tun hat die wir einst liebten die winzigen boote deren steuer nicht in unserer gewalt lag und die so klein waren weil sie so fern von uns im wasser trieben und ein kleines klima beeinflussten während die straßenlaternen zwischen häusern und bäumen ihr weiss-blaues licht streuten wenn sich der kopf eines tages wenden wird und alles hinter dem fensterrahmen zurückbleibt was wir erinnern wollten und man sich in trance tanzt unter irgendwelchen vordächern eine gegenbewegung die uns ausmacht die uns mit händen und herzen formt wie straßen dahin mich mein auto führte mehr kann ich nicht sagen mehr wage ich nicht mehr auszuschreiten gegen die engen grenzen in denen ich lebe und mich frei fühle in dieser nacht freier als auf eine antwort zu warten oder zu sagen tu dies oder jenes für mich es auszuhauchen über den dünnen stoff der haut und die feinen haarfolikel die an der seite der wange wachsen die an der seite des halses wachsen sich waghalsig daran emporarbeiten bis sie dich verstehen in die küche wo es diese messer gibt vor denen es mir graut da riecht es nach gas und nach essen und nach antwort die ich nicht mehr hören werde dabei wollen mir die worte inzwischen so leicht über die lippen dieser dein lufthauch in dem alles erzittert und die worte weißt du es nicht sie reiben mir nach und nach die kehle wund wenn du mich nicht hörst

2. Oktober 2007 um 10:05  

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