ja ich weiß dass du trauern mußtest denn ich war ja ganz weit fort als du ganz weit weg warst und dir eine tasse und einen teller und einen löffel und eine gabel und ein messer kauftest und in ein zimmer legtest in dem das bett schmal war und die laterne unter dem einzigen fenster einen kranz aus gelbem licht in den ausgebleichten winter warf und du weintest dir eine träne in dein einziges knopfloch dass du ganz flüssig wurdest und nachts war es so still dass du das internet hören konntest dann hast du im flur gesessen am einzigen telephon und ich las dir keine leviten sondern mayröcker dass du etwas ruhe finden konntest und schlaf doch als es frühling wurde da war ich weit fort weil du ganz weit fort warst und auf dem weg begegneten dir manche katzen und hunde und du kauftest dir eine bluse und einen rock und ein paar sommerschuhe wenn du dein gesicht aufschlugst konnte man die pferde darin sehen die in deinen augen liefen und unter dem mantel der verschwiegenheit hieltest du nachts ganz still dass du die sterne hören konntest wie sie in dein ohr atmeten erst links dann rechts dass du trauern mußtest auf den weiten wiesen der touraine dann war ich ganz weit weg weil du ganz weit fort warst und es waren jene sommermonate angebrochen von denen wir alle seit unserer kindheit träumten jene tage die fern der ausgebleichten straßen lagen wo es nach weizen roch und nach garben die unendliche nächte aufspannten in uns und du hast wein gekauft und fleisch und deine haare gefärbt und legtest dich in ein zimmer in dem das bett groß war und breit und voller kissen und ohne decken und durch das offene fenster klangen nachts die geräusche einer stadt in der niemand ausgeschlossen wurde vom glück es war ganz nah es war ganz fern dass du stundenlang wachlagst und den klang wie ein versprechen in dich aufnahmst nur manchmal lag noch eine erbse unter dem bett und ich las dir mayröcker und keine leviten aber du hörtest schon nicht mehr deine gedanken standen dort am fenster um nach etwas zu suchen was ganz weit weg war und ganz nah denn du warst ja ganz weit weg als es nachts kalt wurde und du kondome kaufen mußtest und die autos auf dem parkplatz vor dem haus abzähltest wie die tage die dir noch blieben und die wochen die schon vergangen waren und einer dieser schritte die dich zurück in das zimmer führten in dem jemand auf das wartete was du bringen würdest und nicht auf dich da war es dir als läge ein schritt hinter dir der dich aus deiner haut heraus schälte wie eine schlange müde nach stunden an einem stein zurückbleibt und doch mit dem anderen fuß das haus betrat und es nicht mehr der selbe fuß war und nur der schatten war noch der selbe und dieser stein der alt war und jung und in der weite der landschaft lag über die sich der neue winter senkte und in der nacht klang dir noch einmal der atem eines zimmers zu dem surren eines letzten moskitos und deine augen strichen über deine brüste über deinen bauch über deine beine als ob sie deine haut glattstreichen würden wie ein betttuch in einem zimmer in dem ein schild darum bittet dass man alles für den nächsten gast so zurücklassen solle wie man es vorfinden möchte

1 sonar:
ja ich weiß dass du trauern mußtest denn ich war ja ganz weit fort als du ganz weit weg warst und dir eine tasse und einen teller und einen löffel und eine gabel und ein messer kauftest und in ein zimmer legtest in dem das bett schmal war und die laterne unter dem einzigen fenster einen kranz aus gelbem licht in den ausgebleichten winter warf und du weintest dir eine träne in dein einziges knopfloch dass du ganz flüssig wurdest und nachts war es so still dass du das internet hören konntest dann hast du im flur gesessen am einzigen telephon und ich las dir keine leviten sondern mayröcker dass du etwas ruhe finden konntest und schlaf doch als es frühling wurde da war ich weit fort weil du ganz weit fort warst und auf dem weg begegneten dir manche katzen und hunde und du kauftest dir eine bluse und einen rock und ein paar sommerschuhe wenn du dein gesicht aufschlugst konnte man die pferde darin sehen die in deinen augen liefen und unter dem mantel der verschwiegenheit hieltest du nachts ganz still dass du die sterne hören konntest wie sie in dein ohr atmeten erst links dann rechts dass du trauern mußtest auf den weiten wiesen in der provinz dann war ich ganz weit weg weil du ganz weit fort warst und es waren jene sommermonate angebrochen von denen wir alle seit unserer kindheit sprachen jene tage fern unseres ausgebleichten lebens die unendliche nächte aufspannen und du hast wein gekauft und fleisch und kondome und legtest dich in ein zimmer in dem das bett groß war und breit und es gab keine erbse mehr unter dem kopfkissen und nachts las ich dir mayröcker und keine leviten aber du hörtest die stille nicht mehr und wußtest nichts mehr anzufangen mit den tagen außer nach etwas zu suchen was ganz weit weg war denn du warst ja ganz weit weg als es nachts kalt wurde und du kondome kauftest
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