wenn jemand das gesicht trägt von einem kollegen oder wenn jemand ganz unerwartet eine umarmung ist und kein fluß und wir uns erinnern das waren glückliche zeiten mit einem schluck wasser in der nacht vor einem kanapee am boden oder einem wort wie crêpes auf den lippen auf einem schmalen bett und in die dachrinnen warfen sie kiesel oder wie wir uns unter der schlehe unter dem weißdornstrauch duckten durch ein fremdes fenster spähten weil die nacht weil der nächste uns fremd war und wir nicht schlafen konnten hinter den haustüren den nie verschlossenen oder den fenstern die keine vorhänge verdeckten gleich welcher farbe oder auf der insel jene springflut als wir mit julius am strand in einer badewanne saßen und unsere träume uns über das kiesbett trugen wir erinnern uns an einen tag im mai als sie uns lange im regen küßten und uns hinterher sagten hier spürst du es regt sich etwas wir erinnern uns an den vogelstangsee als die kleider dalagen stumm wie papierschiffe und wir im gleichen alter waren über stunden und aus einer flasche tranken bewegungslos und gleich wie zwei wassertropfen wir waren durch die letzten netze am flugplatz geschlüpft und sogar sophie war gekommen und alle brachten sie frisch gebackenes brot und einen zirkel und es gab nichts zu sagen als wir auf unseren körpern lagen haut auf haut und sie uns aufbrachen und wir es geschehen ließen wegen der zeit die kommen sollte oder sie aufbrachen zu einem freund am späten nachmittag wieso können wir nicht mehr schlafen wenn eines jemandes hand abgezählt ist wenn wir im unbehagen jener zimmer die zu einer straße wurden aus den dachfenstern winken wenn wir den reisenden nachblicken wie wasserräder oder wenn wir nur noch ein rauschen sind wenn wir den offenen rücken haben wenn ein wort wie vergebung uns nicht mehr genügt die stöße im bettgestell wenn sie uns auf den zahn fühlen mit der vorsichtigen scheu die uns nicht mehr verbindet sondern sie nun nur nicht mehr hindert oder wenn sie uns zuflüstern so küß mich doch endlich aber ihr mund ist längst abbestellt

1 sonar:
wenn jemand das gesicht trägt von einem kollegen oder wenn jemand ganz unerwartet eine umarmung ist und kein fluß und wir uns erinnern das waren glückliche zeiten mit einem schluck wasser in der nacht oder einem wort wie crêpes in einem warmen bett und in die dachrinnen warfen sie kiesel oder wie wir uns unter der schlehe unter dem weißdornstrauch duckten und durch ein fremdes fenster spähten weil wir nicht schlafen konnten die haustüren die nie verschlossen waren keine vorhänge an den fenstern oder auf einer insel jene springflut als wir mit julius am strand in einer badewanne saßen und unsere träume uns über das kiesbett trugen wir erinnern uns an einen tag im mai als sie uns lange im regen küßten und uns sagten hier es regt sich etwas wir erinnern uns an den vogelstangsee als die kleider dalagen stumm wie papierschiffe und wir im gleichen alter waren über stunden und aus einer flasche tranken bewegungslos wir waren durch die letzten netze am flugplatz geschlüpft und sogar lena war gekommen und alle hatten sie uns frisch gebackenes brot mitgebracht und einen zirkel und es gab nichts zu sagen als wir auf unseren körpern lagen haut auf haut und sie aufbrachen zu einem freund am späten nachmittag wieso können wir nicht mehr schlafen wenn eines jemandes hand abgezählt ist wenn wir im unbehagen jener zimmer die zu einer straße wurden aus den dachfenstern winken wir den reisenden nachblicken wie wasserräder oder wenn wir nur noch ein rauschen sind wenn wir den offenen rücken haben wenn ein wort wie vergebung uns nicht mehr genügt die stöße im bettgestell wenn sie uns auf den zahn fühlen mit der vorsichtigen scheu die uns nicht mehr verbindet sondern sie nun nur nicht mehr hindert oder wenn sie uns zuflüstern so küß mich doch aber ihr mund ist längst abbestellt
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