bathysphäre

8. November 2007
















ich fühle es ist verschwunden es ging so leise ich weiss nicht einmal wann es geschah ich wachte eines morgens auf und es war fort vielleicht ging ich auch eines abends zu bett und es war fort auf jeden fall habe ich vergessen danach zu sehen bevor ich noch schlief und kann nicht sagen war es vielleicht noch da als ich am abend zu bett ging irgendwo verborgen oder auch ganz offensichtlich am altbekannten ort so dass ich es nicht mehr wahrnahm in seinem separiert sein von den es umgebenden dingen vielleicht war es am abend das selbstverständliche das mit hand oder auge ich streifte oder das gänzlich seinen daseinszweck entbehrende irgendwo am rand dieses raums dass ich darüber hinweg ging vielleicht schon seit tagen oder wochen ich weiss nicht wie lang man es nicht mehr fühlen kann bis es fort ist ich weiss nicht einmal wie ich es fühlen konnte als es noch da war so kann ich also nicht sagen wann genau ich einschlief und meine zehen nicht mehr spürte wann also das gefühl nachließ mit dem ich unter der bettdecke lag der zeitpunkt an dem der druck meines körpers der auf der matraze lastete von mir wich vielleicht war es schon nicht mehr da als ich es noch ein letztes mal wahrnahm und nach einer weile fand ich es einfach nicht mehr am gleichen ort und vergass in diesem augenblick wo ich es vielleicht noch hätte finden können danach zu suchen vielleicht weil es schon davor gar nicht mehr da war und ich sein fehlen einfach nur nicht bemerkte und es nun einfach nicht mehr da ist wo ich heute glaube von wo es verschwunden sein müßte obwohl ich mich nur an die erinnerung eines daseins erinnere die vielleicht nie wirklich war aber eines morgens wachte ich auf und fühlte es verschwunden und fühle es noch immer es ist fort ohne eine spur hinterlassen zu haben keine nachricht kein zeichen wohin es denn ging und von allen richtungen um es zu suchen war sich jede gleich und lag ausdruckslos vor mir ganz egal ob ich es nun suchte oder nicht es war verschwunden nicht wie eine sonne hinter den wolken verschwindet dass eine korona sichtbar bleibt oder bahnen von licht den aufenthaltsort verraten ja nicht einmal ein vorhandensein gegenwärtig oder vergangen konnte noch belegt werden es war fort als hätte es niemals existert ich fühle mich wie ich mich vorher fühlte wenn ich überhaupt von einem vorher sprechen kann muss ich doch die frage stellen was es ist dieses vor was und kann doch keine unterbrechung meiner diesbezüglich betrachteten existenz also meiner wahrnehmung meiner selbst feststellen auch wenn es mir erscheint dass ich nicht mehr so bin wie ich mal war auch wenn es mir scheint dass ich mit dieser erkenntnis dass etwas fehlt niemals wieder zu sein vermag was ich vorher gewesen es kann kein weiter geben kann nicht so weiter gehen wie es einmal ging ich kann nicht zu bett gehen wie ich am morgen war bevor ich erwachte es kann keine fortsetzung geben weil das vorhandene nicht mehr fortgesetzt werden kann in einer form die nicht mehr existiert und kann ich auch keine veränderung an mir feststellen weder äußerlich noch in mir selbst scheint es als sei die zeit nicht an mir vorbei gegangen aber die zeit ist ja so leise wenn ich ihr hinterherblicke kann ich nicht sehen wohin sie ging und ich kann mich auch nicht daran festhalten dass sie einst dagewesen sein mußte sie geht durch mich hindurch und läßt mich fallen alsbald sie fort ist und mein körper sinkt doch nicht in sich zusammen und mein körper ist doch nicht der gleiche der er war und ich glaube dass er verschwunden sein wird eines tages wenn du ihn nicht mehr spüren wirst unter der decke oder als gewicht das die waage der matraze beschwert vielleicht war er die nacht zuvor schon nicht mehr da und vielleicht hast du es nur nicht bemerkt