Wenn meine Gedanken still stehen bin ich jede Frau
wer sollte dann jeder Frau
ihre Sehnsucht erfuellen
Wer vermag die Fruchtbarkeit jeder Frau
zu ertragen?
Welcher Mann - wenn nicht jeder - vermag dann mit mir zu schlafen
Wer vermag dann in meinem Ozean zu schwimmen?
Wer tanzt in meinem Regen, welche Wueste
denn es ist der Ozean jeder Frau und das Wasser der Weiblichkeit
nur ein Mann verletzt nicht
und nur jeder Mann ertrinkt nicht
Wer geht durch die Feuer jeder Frau
Wer taucht in ihre brodelnde Lust wer treibt auf ihren Fluegeln aus
Zaertlichkeit?
Wer nimmt an, wenn sich jede Frau hingibt, wenn jede Frau die Namen vergisst vor
Glueck?
(A. - der Anfang)
wer hat nicht meine augen wer kann dir sagen wo jenes schiff landet die große bewegung die im herzen du ahnst / wer hat nicht meine arme dich zu erwarten an unwahrscheinlichen ufern /
wer wenn nicht niemand vermag dich zu spiegeln in dreifacher weise / wer vermag in welcher pose dich zu ernähren / wenn die stunden ins land ziehen wenn die müdigkeit die dich übermannt dich auch aushöhlt / wer erwartet dich mit dem blick einer taube der der blick eines löwen ist /
wer spricht dir vernunft zu wer nimmt dich entgegen aller vernunft / wer wenn nicht niemand hat nicht meine lust dich zu entfesseln / wer hat einen raum der nicht omnivor ist einen raum der mehr ist als wände die du bereits kennst der eines der 16 schwarzen tücher der nacht in sich trägt dich zu empfangen /
wer hat nicht meinen mund dir zu sagen was dir nicht auf der stirn steht wer wenn nicht niemand vermag dich so zu erschüttern wie niemand es kann /
ich trete an gegen die omnisyne schönheit gegen das gelübde der hände gegen die verbundenen augen zweier nektare / ich trete an gegen das kollektive gedächtnis der welt gegen alle bücher in allen sprachen / nicht gegen die ordnung der sterne nicht gegen die ordnung der atome /
wer hat nicht meinen atem für diese reise welche seele hat lieber den wein als das alltägliche brot / wer wenn nicht jeder hat nicht den mut mehr noch zu brechen als nur dein schweigen /
welche schlange welcher wahnsinnige trägt sieben wermutstropfen auf seiner zunge dir einen ausgang zu zeigen und auch einen anfang wer wenn nicht niemand dreht sich auf der paternostrischen spirale nach unten /
wer wenn nicht niemand kann dich noch spiegeln wenn auf dem hölzernen wappen einer reitet der ist wie der wind mit diamantenen schwingen der das größte gleichnis in sich trägt und dir deutet mit dem wink nur eines fingers / dort wo dein bild sich befindet auf den hölzernen rändern der wunden wo bereits dein schatten liegt wo bereits ein abdruck deines fingers in form deines kopfes liegt und schlafen will /
wer vermag dies zu erfahren / wer hat nicht meinen bauch voller tagvögel deine leere zu füllen wer hat nicht meine lippen dich zu erwecken am morgen / wer übersteigt dich links oder rechtsseitig des rheins /
er ist irgendwo verborgen zwischen mikroskopischen linsen wo seit langem schon die gerechtigkeit liegt wo ein raum ist umgeben von etwas mehr raum und was du besitzt wer kann es dir sagen was ihn umgibt / über ihm sind zwei monde gespiegelt deckungsgleich und gewunden / jeder blick hinein oder heraus offenbart nicht mehr als das erblickte /
wer hat nicht mein herz um zu warten einen silbernen krug mit gamaschen aus rasen mit vereinzelten strichen von liposomen an den lippen der brunnen oder am zopf der schöpfkellen die wahrhaftigen worte / wer wenn nicht niemand hatte schon einen fuß unter wasser /
über die ebene kommen sie und am weiten strand findest du sie und an den rändern der städte sie sind das gewicht das deinen heimweg beschwert sie sind auf den belebten plätzen das leben sie stehen an fenstern aus glas sie fliehen die kirchen / über die staubigen straßen kommen sie mit flatternden gesichtern die täglich neue wege pflastern /
wer hat nicht die schönste der stimmen wer ersetzt nicht die sterne durch relative verwinkelte gassen wer hat nicht den mut die erbarmungslosigkeit eines lebens zu teilen /
wer hat nicht meine augen dir zu sagen sieh her so schön bist du /

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